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Wetten dass es teurer wird

Der deutsche Staat reguliert das Glücksspiel enorm stark und profitiert finanziell enorm von eben jener Sache, die durch Spielsuchtpräventionsmaßnahmen gleichermaßen bekämpft wird. Der deutsche Staat reguliert das Glücksspiel enorm stark und profitiert finanziell enorm von eben jener Sache, die durch Spielsuchtpräventionsmaßnahmen gleichermaßen bekämpft wird. Dieser “Kampf” gleicht dem “Krieg der Sterne”, nur dass Darth Vader in der deutschen Glücksspielrealität sowohl den Todesstern erbauen als auch gleichermaßen zerstören würde. Das Mittel des Profits ist bundesweit die Glücksspielsteuer, die es bereits seit vielen Jahren gibt.

In einigen Bundesländern haben die zuständigen Behörden und Kommunen einen derartigen Gefallen an dieser Steuer gefunden, dass diese permant erweitert wurde. Sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Bremen, bekanntermaßen eines der ärmsten Bundesländer der ganzen Republik, wurde die Steuer bereits um die sogenannte Wettsteuer erweitert so dass das Bundesland nunmehr noch stärker von dem Glücksspiel profitiert.

Schau mal, das kostet ja Geld

Die Wettsteuer, die Wettbüroanbieter künftig jeden Monat entrichten müssen, beträgt monatlich 60 Euro und betrifft Fernsehgeräte. Anhand der Anzahl der Fernseher, die ein Wettbüro aufgestellt hat, wird die Höhe der Wettsteuer maßgeblich festgelegt denn der Anbieter wird pro Fernseher 60 Euro monatlich zahlen müssen. Mit dieser recht ungewöhnlichen Maßnahme verfolgt das Bundesland Bremen gleichsam zwei Ziele: Zum Einen steht natürlich die Glücksspielprävention im Vordergrund, da Bremen das Ausbreiten der Wettbüros in seinem mehr oder minder schönen Bundesland verhindern möchte und zum Anderen soll der nette Nebeneffekt von steigenden Einnahmen erzielt werden.

Dieser Effekt steht jedoch natürlich nicht im Vordergrund der Erweiterung der Wettsteuer in Bremen. Natürlich nicht! Glücksjäger, die demnächst ein Wettbüro in Bremen besuchen müssen auf jeden Fall damit rechnen, dass sich die Wettanbieter diese Steuererhöhung von ihren Kunden über die Wetten wiederholen werden. Nicht genug, dass sich die Bremer Glücksjäger bei Fußballwetten mit den wechselhaften Ergebnissen des SV Werder Bremen herumärgern müssen, sie müssen künftig auch noch mehr dafür bezahlen.

Nicht nur die Fernseher kosten mehr Geld

Zusätzlich zu den Fernsehern, die in Wettbüros erfahrungsgemäß in großer Zahl vorhanden sind, werden die Anbieter künftig auch Wettautomaten besteuern. Aus diesem Grund ist davon auszugehen, dass sich die Kosten für den Betrieb eines Wettbüros in Bremen künftig drastisch erhöhen werden. Die Steuer wird dabei jeweils bis maximal zum zehnten Tage des Folgemonats fällig und die Wettanbieter sollen diese erhöhten Steuern auch gefälligst unaufgefordert entrichten. Für etablierte Wettbüros dürfte es nicht schwierig werden, die erhöhten Kosten über die Stammkundschaft wieder hereinzuspielen während jedoch neu gegründete Anbieter durchaus massive Probleme kriegen könnten.

Es ist halt in der heutigen Zeit nicht einfach, ein Existenzgründer in Bremen zu sein. Das Ziel ist eindeutig: Neue Anbieter sollen sich sehr gut überlegen, ob der Betrieb von einem Wettbüro überhaupt lohnenswert erscheint. Dass diese neuen Anbieter jedoch auch Arbeitgeber sind so dass auch künftig Arbeitsplätze in Gefahr sind, scheint bei dieser Rechnung gänzlich außen vor zu bleiben. Es bleibt daher die interessante Frage, ob das ohnehin schon angeschlagene Bundesland Bremen sich diese Maßnahme auf Dauer wird leisten können da die neuen Triebe des Einkommensbaumes regelrecht abrasiert werden.

Ein Kuriosum stellt jedoch der Umstand dar, dass reine Online-Anbieter von dieser Steuer nicht betroffen sind. Ob das Bundesland Bremen von dem “Neuland” (Zitat der Bundeskanzlerin) Internet noch nichts gehört hat oder ob im Zuge einer Vorabrechnung ermittelt wurde, dass sich die Steuer bei diesen Anbietern nicht lohnen würde, bleibt an dieser Stelle einmal ungeklärt. Fakt ist jedenfalls, dass lediglich Anbieter mit einer festen Lokalität in Bremen von der Steuer betroffen sind was wiederum Angriffsfläche für rechtliche Schritte bietet. Als ob die Kommunen mit der praktischen Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrages nicht schon genug Probleme hätten und auch genügend Gericht beschäftigen.

In diesem Zusammenhang erscheint es dann auch wenig glaubhaft, dass die Spielsuchtprävention als erster Antrieb für die erweiterte Steuer gelten soll da es Online-Anbieter ihren Glücksjägern erheblich einfacher machen, eine Wette zu platzieren und somit dem Glücksspiel zu frönen. Betrachtet man sich einmal Statistiken, so stellt man fest, dass in Deutschland erheblich mehr Spielsüchtige das reichlich vorhandene Online-Angebot nutzen und nur noch wenige die klassischen Spielhallen aufsuchen, um ihrer Sucht nachzugehen. Dieser Punkt wurde jedoch – zumindest in Bremen – völlig außer Acht gelassen so dass der Eindruck entsteht, dass die Stadt mit dieser Maßnahme lediglich das eigenwillig schöne Stadtbild aufbessern möchte. Dies jedoch ist natürlich nur eine reine Vermutung.

Wetten dass es teurer wird
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Von | 2017-06-19T08:31:56+00:00 19. Juni 2017|Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft|

Über den Autor:

"Ein Online Casino ist die faire Alternative zu einer Spielhalle". Auszahlungsquoten von 95% und mehr in einer virtuellen Spielbank beweisen das. Auch von daher interessiere ich mich für das Glücksspiel im Internet - und mein Interesse geht sogar soweit, dass ich darüber schreiben kann und werde.

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